Schwarz-Weiß Gebäck

Schwarz-Weiß Gebäck, eine Plätzchenart aus Mürbeteigt. In meiner Kindheit gehörten diese leckeren Kekse zu Weihnachten einfach dazu. Mit ein wenig Geduld schaffen auch Anfänger perfekte Spiralen oder andere schwarz-weiße Keks-Kreationen.

Rezept Schwarz-Weiß Gebäck

Zutaten Schwarz-Weiß Gebäck

500 Gramm Mehl
8 Gramm Backpulver
180 Gramm Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
2 M-Eier
250 Gramm Butter
30 Gramm echtes Kakaopulver
2 Esslöffel Milch (wenn erforderlich)
Wenn keine Kinder mitessen und der Geschmack gemocht wird, ist auch ein kleiner Schuss Rum oder ein paar Tropfen Rumaroma richtig lecker im Gebäck.

Benötigt wird:

Backofen
Nudelholz
scharfes Messer
Backpapier
Zubereitungszeit: Für den Teig etwa 20 Minuten. Für das Kekse-Herstellen je nach Lust und Laune.
Zubereitungsart: Backen
Schwieriges Rezept? einfach
Saison: Weihnachten

Schwarz-Weiß Gebäck
Schwarz-Weiß Gebäck - hier als Spirale.

Für den hellen Teig Mehl, Backpulver, Zucker, die Eier und die Butter zu einen Teig verknete. Am besten geht das mit der Hand. Den Teig in zwei Hälften teilen. Nun die eine Hälfte des Teiges mit dem Kakaopulver und der Milch (wenn der Teig zu fest ist) in Schokoteig verwandeln.

Den Teig eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen bevor die Weiterverarbeitung beginnt.

Am Besten dazu gleich verschiedene Teigstücke zu Rollen formen und auf einen Teller, abgedeckt mit Folie, im Kühlschrank parken. So kann man dann immer von jeder Farbe ein Stück Teig entnehmen und weiter verarbeiten während der Rest Teig weiter kühl bleibt.

Die Teiglinge für die Kekse mit etwas Abstand auf Backpapier im vorgeheizten Backofen (150 Grad Heißluft oder 170 Grad Ober und Unterhitze) etwa eine Viertelstunde backen.

Das schöne am Schwarz-Weiß-Gebäck ist, es hält recht lange (sechs Wochen sind kein Problem) und sind auch recht schnell gemacht, außer man versucht sich an sehr komplizierten Schachbrettmuster. Mit ein wenig Kreativität bekommt man aber recht schnell schöne Muster hin, die nicht so aufwändig sind.

Schwarz-Weiß-Gebäck verschiedene Muster erstellen

Schwarz-Weiß Gebäck Formen - am Einfachsten ist sicherlich die Spirale.

Schwarz-Weiß Gebäck Spirale so wirds gemacht.

Schwarz-Weiße-Spiralen bzw. Schnecken

Hiervon kann man gleich zwei Varianten herstellen: Einmal mit weißer Schicht außen und einmal mit Schokoladen-Schicht drumherum. Die Spiralen sind ganz einfach hergestellt. Einfach zwei etwa gleichgroße Teigstücke ausrollen und daraus zwei Rechtecke schneiden. Die beiden Rechtecke sollten etwa gleichgroß sein, zumindest aber gleich lang.

Schwarz-Weiß Spirale - so sieht es aus.
Dann die beiden Teigstücke aufeinanderlegen und leicht andrücken. Nun einfach aufrollen und die Enden etwas anrollen. Die Teigrolle kann jetzt auch vorsichtig noch nachgeformt werden. Die Spiralrolle eine halbe Stunde in den Kühlschrank legen (oder eine Viertelstunde in den Tiefkühler) und dann mit einem scharfen und dünnen Messer etwa 5 mm dicke Scheiben abschneiden und auf dem Backblech verteilen. Backen und fertig sind die Schwarz-Weißen-Gebäck-Spiralen.

Die schwarz-weißen Schnecken sind schnell und einfach gemacht und sehen dabei noch sehr gut und dekorativ aus.

Schwarz-Weiß Gebäck Innen hell, dunkler Rand

Weiße Rolle umhüllt mit Schokoladenteig.
Einfach eine helle Rolle formen. Schokoladenteig ausrollen und daraus eine Platte schneiden, die genauso lang ist wie helle Teigrolle und in etwa um diese geschlagen werden kann. Dann den dunklen Teig einfach mit der hellen Teigrolle aufrollen, überstehenden Teigrest mit einem Messer abschneiden und etwas andrücken.

Schritt 2: Dunkle Teigplatte von der Größe an die helle Teigrolle anpassen.
Damit sich die Kekse gut abschneiden lassen eine halbe Stunde in den Kühlschrank geben oder kurz tiefkühlen.

Teigrolle kurz in den Tiefkühler und schwarz-weiße Kekse abschneiden.
Auch diese Schwarz-Weiß-Gebäck Variante lässt sich einfach abwandeln. Einfach eine dunkle Rolle in ein helles Teigviereck hüllen. Oder versuchen, statt einer Rolle etwas eckiges zu bilden und darum den Teig schlagen.

Schachbrettmuster Schwarz-Weiß Gebäck

Schwarz-Weißes Schachbrettmuster für die Kekse.
Sicherlich ein Klassiker und eigentlich wirklich nicht schwer. Einen schwarzen und einen weißen Teigklumpen ausrollen. Die beiden Teigstücke sollten die gleiche Dicke haben und wenn möglich in etwa gleich groß sein. Nun die beiden Teigstücke aufeinander legen und ein Rechteck ausschneiden.

Schachbrettmuster wirkt besonders gut bei Schwarz-Weiß-Gebäck.
Das Rechteck mit einem scharfen und dünnen Messer in Streifen unterteilen. Jeweils zwei solcher Streifen entgegengesetzt (weiß liegt auf schwarz, schwarz liegt auf weiß) zusammensetzen. Am besten hält dieses Schachbrettmuster, wenn man noch eine dünne Teigplatte drumherum wickelt (wahlweise in weiß oder schwarz). Dann wieder gut kühlen und in Scheiben schneiden, Backen und fertig ist das Schwarz-Weiß-Gebäck mit Schachbrettmuster. Wer möchte, kann natürlich auch größere Muster bauen. Insbesondere, wenn man statt zwei vier, sechs oder acht Kästchen pro Seite möchte, bleibt das Grundprinzip das Gleiche.

Damit das schwarz-weiße Muster auch gut hält kommt noch ein Mantel um den Keksblock.
Alternativ kann man auch jedes Teigstäbchen einzeln Formen. Dafür den Teig in entsprechende Portionen aufteilen (wenn es ein 3x3 Muster werden soll zum Beispiel vier Portionen weißer Teig und fünf Portionen schwarzen Teig). Dann daraus lange dünne Stäbchen formen, am besten mit entsprechenden Hölzchen als Hilfe, die Teigstäbchen sollen schließlich eckig und nicht rund werden. Dann das ganze abwechselnd neben bzw. aufeinander schichten (dunkel, weiß, dunkel, dann weiß, dunkel, weiß und wieder wie in Reihe eins).

Die Methode einfach Teigplatten auszurollen und entsprechend in Stäbe zu schneiden ist aber deutlich einfach (kleiner Tipp, besonders gut und akurat lässt sich der Teig schneiden, wenn die ausgerollten Teigplatten noch mal zehn bis fünfzehn Minuten Zeit haben im Kühlschrank fest zu werden), dann schnell die Stäbe schneiden und das Schachbrett möglichst noch zusammensetzen, wenn die Stangen noch etwas Kühlschrank-fest sind.

Schwarz-Weiß-Verdrehte Kekse

Schwarz-Weißes Marmormuster ganz einfach.

Teigrollen für Mamormuster miteinander verschlingen.

Mamorrolle wieder schön glatt rollen für das Schwarz-Weiß-Gebäck.

Sehr einfach ist diese Art von Formung von Schwarz-Weiß Gebäck. Man nehme zwei etwa gleich große Teigstücke Schokolade und Hell. Diese rollt man aus. Dann schlingt man die weiße und die dunkle Rolle zusammen und verdreht das ganze auch noch. Dann wieder zu einer runden Rolle Formen. Kalt stellen und Teiglinge für die Kekse abschneiden. Ein richtiges Muster ergibt das allerdings noch nicht. Erst wenn man die zweifarbige Rolle etwas dünner ausrollt, dann in zwei gleichgroße Teile schneidet und wieder in einander flechtet und wieder daraus eine Rolle formt, dann erhellt man ein Marmormuster.

Einmal verdreht - nur ein einfaches schwarz-weißes Muster.

Rolle teilen und erneut verdrehen - Marmormuster bei Keksen.

Schwarz-Weiß-Gebäck aus dem Fleischwolf

Schwarz-Weiß-Gebäck wurde bei uns zu Hause zu Weihnachten immer Kiloweise hergestellt. Auf großartige Formen wurde dabei allerdings weniger Wert gelegt, daher wurden die Teigstücke einfach mit dem Fleischwolf verarbeitet (für etwas anderes hatten wir den gar nicht). Einfach ein entsprechenden Aufsatz für Kekse vorne dran und schon enthält man wellenförmige Kekse aber auch Sternchenstreifen, die man zu Kringeln formen kann etc. Allerdings kam meist schwarz oder weiß oder dann hellbraun vorne raus, ein wirklich schönes perfektes schwarz-weiß Muster erhält man damit weniger. Wenn der Teig recht kühl in den Fleischwolf kommt und man zwei Arten auf einmal befüllt, kann man immerhin ein zufälliges Marmormuster erzielen.

Kekse ausstechen

Natürlich kann man auch den Teig ausrollen und ausstechen. Entweder man nimmt einen großen Ausstecher und sticht daraus dann mit einem kleinen Ausstecher etwas aus und setzt aus dem anderen Teig dann ein entsprechendes Stück wieder ein oder man rollt zwei etwa gleich große Teigplatten aus, legt diese vorsichtig (mit Hilfe von Backpapier) aufeinander, drückt das ganze fest und erhält so mal schwarz-weiß Gebäck mit zwei verschieden farbigen Seiten.

Schwarz-Weiß Gebäck Der Rest

Spätestens wenn man so einige Bleche wohlgeformtes Schwarz-Weiß Gebäck verarbeitet, gebacken und irgendwie zum abkühlen ausgebreitet hat, kommt der Punkt, an dem es nur noch um den letzten Rest oder Klumpen geht. Da ich meist mehr schwarzen Teig anrühre als hellen, hab ich meist etwas mehr Schokoteig über. Den rolle ich zu einer gleichmäßig großen Rolle. Aus dem kümmerlichen Rest an weißen Teig mache ich dann eine ebenso lange rolle. Entweder wird diese dann nur dran gesetzt und wieder alles so lange gerollt, bis einfach etwas rundes längliches entsteht oder, wenn ich noch fit bin, drücke ich die lange dunkle Rolle etwas ein und setze die helle Rolle etwas ein, schließe den dunklen Teig drumherum und rolle wieder etwas rundes. Kühlen, schneiden, backen und wieder ist eine Lage Schwarz-Weiß-Gebäck geschafft :-)

Insbesondere aus Teigresten entstehen häufig wirklich schön marmorierte Kekse. Man sollte den schwarzen und weißen Teig zusammen aber nur leicht verkneten – ansonsten wird er einfach nur hellbraun.

Teigreste bei der Schwarz-Weiß-Bäckerei

Alternativ kann man die Teigreste auch einfach ausrollen und mit Ausstechern nach Belieben Kekse ausstechen.

Schwarz-Weiß Gebäck schneiden

Ich bereite immer auf einmal so viel Teig vor, wie auf ein Backblech passt. Entweder forme ich eine schnelle verformte Rolle für ein schönes schwarz-weißes Marmormuster oder eine einfache Rolle mit Rand etc. Dann packe ich das Stück geformten Teig in Backpapier und lege es für etwa 15 bis 20 Minuten in den Tiefkühler. Danach lassen sich perfekte Scheiben abschneiden.

Der Teig lässt sich besonders gut weiterverarbeiten, wenn er gut gekühlt ist und auch Zeit zum ruhen hat. Besonders gute Erfolge erzielt man, wenn man den Teig am Vortag zubereitet und erst am nächsten Tag formt und backt. Aber nicht immer kann man solange warten :-)

Haltbarkeit Schwarz-Weiß Gebäck

Wie alle Weihnachtskekse sollten die Schwarz-Weiß-Kekse gut auskühlen bevor sie verpackt werden. Dann in Dosen packen, gut verschließen und an einen kühlen Ort lagern. So halten sich die Kekse locker vier bis sechs Wochen (sofern das Versteck gut gewählt ist).

Welchen Kakao für Schwarz-Weiß Gebäck

Für Schwarz-Weiß Gebäck sollte es wirklich echter Kakao (ob schwach entölt oder stark enthält ist wohl Geschmackssache) sein. Kein Getränkepulver-Kakao wie Nesquick, Kaba oder ähnliches. Instantkakao ist eine Mischung besteht eben nicht nur aus Kakao sondern auch noch aus Traubenzucker. Dieses löst sich im Teig auf und dieser wird feucht und viel zu klebrig. Wenn es unbedingt mit Instant-Kakao gemacht werden soll (oder muss), dann von dem Ei nur das Eigelb nehmen und am besten auch die Zuckermenge reduzieren.

Echter Kakao ist unverfeinertes Kakao-Pulver, insbesondere ohne Zucker.

Verschiedene Rezepte

Insbesondere bei der Menge des Zuckers scheiden sich die Geister. Dem einen sind 180 Gramm für 500 Gramm Mehl viel zu wenig, dem anderen viel zu viel. Hier hilft nur selbst probieren. In den meisten Rezepten fehlt zudem der Vanillezucker, eine leichte Vanillenote tut dieser feinen Backware aber gut. Ich habe das Rezept auch schon mit komplett selbst gemachten Vanillezucker gebacken, war auch sehr lecker. Zusätzliches Aroma kommt in die Weihnachtskekse mit etwas Rum, allerdings sollte man diese Kekse dann nicht für Kinder backen. Entweder echten Rum oder ein paar Tropfen Rumaroma verwenden.

Schwarz-Weiß-Gebäck ist eine Plätzchenart aus Mürbeteig. Insbesondere in meiner Kindheit gehörten diese Plätzchen zu Weihnachten mit dazu.

Quelle: http://www.herzogin.de/kochrezepte/schwarz-weiss-gebaeck.php
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